Zeitzeugen in der eigenen Familie, die äußerst spannende Dinge zu berichten haben - das erlebte der Zusatzkurs Geschichte der Q2, als er auf Anregung einer Schülerin ihren Großvater einlud. Herr B. kam nach dem Mauerbau in den Sechziger Jahren – also mitten im Kalten Krieg - nach West-Berlin, um an der Freien Universität zu studieren. Er lernte eine studentische Fluchthilfe-Organisation kennen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, in umgebauten Autos Menschen aus der DDR zu schmuggeln.

Bei einer Fluchthilfe-Aktion beteiligte er sich und ging ein hohes Risiko ein: Er gab seinen Ausweis einem Ostberliner Studenten, der ihm ähnlich sah und damit unbehelligt die Grenze passieren konnte, während er sich selbst in das umgebaute "Handschuh-Fach" eines Cadillacs zwängte. Zwei Stunden musste er in diesem engen Versteck ausharren, bis der Wagen die Grenze passiert hatte und er wieder in Freiheit war. Für die Schülerinnen und Schüler war es besonders beeindruckend, dass jemand ein so hohes persönliches Risiko eingegangen ist, um einem anderen Menschen zur Freiheit zu verhelfen. Der Kurs bedankt sich herzlich bei Herrn B. für seinen spannenden Vortrag. Dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind und verteidigt werden müssen, wurde allen Zuhörern sehr deutlich.

 

 

 

 

 

 


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