Schülerinnen und Schüler vom Rats im Ausland
Nils Wolny in England, Dezember 2008

Sehr geehrter Herr Luft,
hiermit melde ich mich aus England. Wie erwartet ist hier das Schulsystem etwas anders. Der Unterricht beginnt um 9:00 und endet spätestens 16:20. Fächer gibt es viele zur Auswahl, man muss sich aber für vier entscheiden, die man dann jeweils vier Stunden die Woche hat. Eine Schulstunden dauert 65 Minuten.
Meine Fächer sind Math, further Math, History und Law. Math behandelt die Sachen, die in Deutschland auch gemacht werden und außerdem noch Entscheidungsmathematik, wie sie von Navigationssystemen verwendet wird. Further Math behandelt Mechanik, Algebra und Statistik. In History wird Britische Geschichte (1906- 1944) und das Dritte Reich behandelt. Rechtskunde behandelt natürlich das Britische Rechtswesen und den Einfluss der EU auf die Britische Gesetzgebung. Außerdem gibt es drei Stunden die Woche Englischunterricht für Ausländer, der mit einem Zertifikat der Oxford University abgeschlossen wird.
Es gibt eine Mittagspause von 11:30 bis 14:00. Allerdings ist manchmal die erste Stunde der Pause noch Unterricht. Warmes Essen wird in der Kantine serviert. Es gibt verschiedene Gerichte zur Auswahl.
Weiter zur Schule: Es gibt zwei Campi, ich habe aber eigentlich nur an einem Unterricht, nur Englisch ist am anderen. Ziemlich jeder Raum hat einen Beamer. Powerpoint und Internet Ressourcen als Unterrichtselement sind an der Tagesordnung. Tafelkreide wurde abgeschafft und die Tafeln gleich mit, stattdessen wird mit Filzstift auf sogenannten White Boards geschrieben.
Nun zu meiner Gastfamilie: Ich habe eine geschiedene Gastmutter und einen Gastbruder, der 14 Jahre alt ist. Ich komme gut mit ihnen aus. Unser Haus ist ziemlich alt, 120 Jahre! Mit dem Fahrrad komme ich in ca. 15 min zur Schule.
Überraschender Weise habe ich sogar jemanden aus der Nachbarschaft getroffen, und zwar aus Coesfeld. Wir sind schon ganz gut Freunde geworden. Ich habe mich auch schon etwas mit einer Chinesin angefreundet. Es ist schon ihr zweites Jahr am Boston College. Sie hat auch schon ein Jahr in Deutschland verbracht, in Dülmen. Überhaupt gibt es hier sehr viele internationale Studenten, von denen die Mehrheit Chinesen und Deutsche sind. Das war's erst mal von mir.
Viele Grüße auch an Frau Jansen und an das Kollegium
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr
Nils Wolny

Zuletzt aktualisiert am 10.01.2009

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