RVM-Duo versilbert Titelkämpfe
Rudern: Richard Bensmann und Maximilian Wagner beweisen sich in der nationalen Spitzenklasse

Münster. Im vergangenen Jahr fuhr Richard Bensmann vom RV Münster bei seinem ersten Auftritt auf der "Deutschen" noch ganz knapp an einer Medaille vorbei. In diesem Jahr ließ sich der 16-jährige Münsteraner gemeinsam mit Zweierpartner Maximilian Wagner vom RV Lüdinghausen das Anlegen am Siegersteg bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Brandenburg nicht nehmen.
Nach 1500 Metern und 5:15,5 Minuten im Zweier-ohne-Steuermann der Junioren B ( 15/16 Jahre ) waren die beiden für den RVM gestarteten Nachwuchstalente deutsche Vizemeister.
Das Ergebnis entsprach dem Saisonverlauf. Die Favoriten Malte Großmann und Michael Trebbow vom Norddeutschen Ruderverbund aus Hamburg waren auch auf der Regattastrecke in Brandenburg nicht zu knacken. Den Rest der Republik hatte das vom RVM-Trainer Marc Roßmeier trainierte Nachwuchsboot aus dem Landesleistungsstützpunkt Westfalen klar im Griff. Schon nach 500 Metern war die Kräfteverteilung klar. Hamburg führte deutlich. Die Westfalen klemmten sich dahinter. Mit mehr als einer Bootslänge Abstand stritt sich der Rest des Feldes um die Bronzemedaille. Das Bensmann/Wagner in Topform waren, hatte sich schon vorher gezeigt. Genauso souverän wie die norddeutschen Favoriten das eine Halbfinale gewannen, siegte die Crew mit dem Blauen Stern auf dem Rücken im anderen Halbfinale. Auch die Münchner, die Bensmann/Wagner beim letzten Test vor drei Wochen in Hamburg noch auf den dritten Rang verdrängt hatten, konnte den beiden 1,90 Meter großen Athleten nicht mehr gefährlich werden.
Zum Abschluss des erfolgreichen Meisterschaftswochenendes gingen Bensmann/Wagner dann in Renngemeinschaft mit anderen NRW-Vereinen im Achter an den Start. In der Königsklasse blieb allerdings nur Platz vier. "Da fehlten die gemeinsam geruderten Kilometer, um in die Medaillenränge vorzustoßen", so Trainer Thorsten Kortmann.
Für die Juniorenruderer der münsterischen Vereine sinkt jetzt nach den nationalen Titelkämpfen die Trainingsintensität für einige Wochen, bevor sich die Teams im Herbst auf Landesmeisterschaften und Deutsche Sprintmeisterschaften vorbereiten. Für die frischgebackenen Vizemeister dürfte aber vor allem der Blick aufs nächste Jahr zählen. Dann steigen die beiden in die nächste Altersklasse auf. Bei den Junioren A ist der Wettbewerb härter und die Wettkampfstrecke 500 Meter länger. Dafür winkt anders als bei den Junioren B bei Siegen und guten Platzierungen auf den deutschen Meisterschaften eine Nominierung für die Juniorweltmeisterschaften. "Wenn Richard und Max in den nächsten beiden Jahren konsequent weitertrainieren, haben beide ruderisch, körperlich und mental das Zeug dazu" befindet RVM-Cheftrainer Kortmann. Als Teil des Teams der Ruderjugend NRW reisen Frederike und Franziska Dammann vom RV Münster am Wochenende zum Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen. Durch einen zweiten Platz beim Landeswettbewerb hatten sich die Schwestern für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert. Der Auftritt auf der nationalen Bühne ist für die von den RVM-Coaches Thomas Kreie und Vincent von Almsick trainierten Nachwuchstalenten keine Premiere: Schon im vergangenen Jahr waren beide Teil der NRW-Delegation.


WN 30.06.11

Zuletzt aktualisiert am 06.07.2011

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