4.2.4.Italienisch
Das Fach Italienisch kann von den Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Sekundarstufe II gewählt werden. Als neu einsetzende Fremdsprache wird Italienisch vierstündig unterrichtet. In der Spracherwerbsphase liegt dem Unterricht das Lehrwerk In piazza zu Grunde, das von Beginn an durch authentische Materialien und Realien ergänzt wird. Ein reichhaltiges Materialangebot soll den Bedürfnissen unterschiedlicher Lernertypen gerecht werden, Hilfen zum individuellen Lernen geben und Selbstständigkeit fördern. Methodische Vielfalt im Umgang mit Texten und Medien unterstützt das eigenverantwortliche und kooperative Lernen.
Jedes Unterrichtsvorhaben gestaltet sich als komplexe Lernsituation, in der verschiedene Kompetenzen integriert und im Sinne interkultureller Handlungsfähigkeit gefördert werden. Ziel des Italienischunterrichts ist es, neben der Sprache und den spezifisch italienischen Inhalten, ganz allgemein Sprach- und Sprachlernbewusstsein zu entfalten. Dieses Ziel gründet sich auf die Überlegung, dass viele Schülerinnen und Schüler auch nach dem Abitur noch weitere Fremdsprachenkenntnisse werden erwerben wollen und/oder müssen. Ihnen dazu Fertigkeiten, die dem Lernen von Erwachsenen entsprechen, sowie breite Erfahrungen zu vermitteln ist ein Baustein auf dem Weg zu größtmöglicher Lernerautonomie und der Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Sprachübergreifendes Lernen im Kontext der europäischen Mehrsprachigkeit stärker in den Fachunterricht einzubinden erscheint uns als Entwicklungsziel fachübergreifender und fächerverbindender Arbeit in den modernen Fremdsprachen wünschenswert.
Neben der unterrichtlichen Arbeit bietet die Fachschaft Italienisch interessierten Schülerinnen und Schülern auch außerunterrichtliche Lernangebote. Die ele.it-AG im zweiten Lernjahr begleitet ambitionierte Jugendliche bei der Vorbereitung auf die Prüfung zum gleichnamigen Sprachzertifikat, die jährlich vom Italienischen Kulturinstitut Köln und der Università di Roma Tre durchgeführt wird. Das Zertifikat ele.it-junior dient nicht nur dazu, das eigene Kompetenzniveau im "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachen" zu testen, sondern öffnet die Türen zu italienischen Schulen oder Universitäten mit Erasmus-Programm.
In der Begegnung mit gleichaltrigen Italienern lernen unsere Schülerinnen und Schüler die Zielsprache in authentischen Kommunikationssituationen und erfahren darüber hinaus in der direkten Begegnung viel über Alltag und Leben in einem unserer Nachbarländer. In bilingualen Projekten erarbeiten sie gemeinsam mit ihren italienischen Austauschpartnern Themen von grundlegender Bedeutung und erproben damit interkulturelles Lernen ganz direkt. Der Austausch mit der Partnerschule findet im 1. Jahr der Qualifikationsphase statt und mündet in einen einwöchigen Aufenthalt in Italien, dem der Gegenbesuch der Italiener in Münster folgt.
Der Evaluation und Entwicklung von Unterrichtsqualität dient die enge Zusammenarbeit mit den Vertretern der Italienisch-Fachschaften anderer Gymnasien in Münster und Umgebung in einer gemeinsamen Fachkonferenz, die nach Bedarf zusammenkommt. Auf Schulebene haben wir fachspezifische Standards für Formen der Leistungsüberprüfung und -bewertung festgelegt und erproben diese exemplarisch durch gemeinsame Aufgabenstellung und Korrekturen.
Wir verweisen auch auf die Ausführungen in den Kapiteln 3.2, 4.2.7 und 12.5.
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