Ein Außerirdischer berichtet vom Wesen "Mensch"
Liebe Freunde,
ich kehre zu euch zurück von meinem Aufenthalt auf dem Planeten "Erde". Die Erde ist ein Planet voller Leben und voller Unterschiede. Viele verschiedene Rassen leben dort, aber eine ist mir besonders aufgefallen. Sie nennt sich selbst "Menschheit".
Diese Menschen sind wirklich ein außergewöhnliches Volk. Was mir auf den ersten Blick auffiel, war der Facettenreichtum dieser Rasse. Allein die Haut der Menschen hat verschiedene Farben, unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Auch ihre Augen und Haare treten in allen Färbungen auf. Ihre Haare können fast golden oder pechschwarz sein, ihre Augen strahlend blau oder tiefbraun und auch ihre Haut weiß oder braun. Selbst die Gestalt des Menschen ist variabel. Sie können klein, groß, dünn oder dick sein. Eigentlich ist kein Mensch wie der andere. Der Mensch hat genauso wenig ein einheitliches Aussehen, wie eine einheitliche Sprache, auch wenn die meisten von ihnen etwas, das sie "Englisch" nennen, sprechen. Oft ist die Sprache zwar regional bedingt und doch scheinen sie sich auf diese Sprache geeinigt zu haben. Man könnte Menschen also in tausende und abertausende Gruppen einteilen, aber zuerst wäre eine Einteilung in zwei Gruppen einfacher, in männlich und in weiblich.
Auf der Erde gibt es nämlich generell zwei Geschlechter, die für alle Rassen notwendig sind um zu überleben. Wenn sich mal zwei verschiedenen Geschlechts zusammentun, kann daraus ein neuer Mensch entstehen. Aber nicht nur Menschen pflanzen sich durch ein solches Verfahren fort, sondern auch alle anderen Rassen der Erde.
Jedoch ist zu diesen anderen Rassen zu sagen, dass sie im Gegensatz zum Menschen nicht frei sind. Ehrlich gesagt, ist diese eine besonders abstoßende Seite des Menschen. Der Mensch hat seine eigene Welt und ihre Bewohner versklavt. Die Tiere der Erde, jene Völker, die weniger intelligent sind als die Rasse Mensch, auch wenn ich die Menschen schon als relativ dumm du primitiv ansehe, müssen für den Menschen arbeiten. Noch schlimmer ist, der Mensch frisst seine Untergebenen! Auch ist er nicht weise genug, im friedlichen Miteinander mit der Erde zu leben.
Um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, beuten die Menschen die Erde aus, auf der sie leben und zerstören damit den Planeten, der sie am Leben hält. Sie handeln und tauschen mit dem, was sie ihrer Mutter Erde entreißen. Sie geben sich Papier für nützliche Empfindungen. Eigentlich wertlosen Metallstücken und bemalten, dünn gepressten Holzfasern schreiben sie unglaublichen Wert zu und geben dafür Dinge weg, die eigentlicher deutlich wichtiger und von größerem Nutzen sind.
Diese Verhaltensweisen zeigen mehrere sehr starke Wesenszüge der Menschen. Sie sind geizig, sie sind egoistisch, sie sind eigennützig und zurückgeblieben sind sie auch. All ihre Tätigkeiten zielen nur darauf ab, dass es ihnen selber gut geht. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen, aber der Großteil der Masse ist genau wie zuvor beschrieben. Diese Egozentrik und die damit verbundene Machtsucht, die eigentlich jedem Menschen inne wohnen, hat ihnen noch nie etwas gebracht. Und doch klammern sie sich verzweifelt daran fest.
Sie führen Kriege und töten sich gegenseitig in Massen im Glaube es wäre Recht.
Im Glaube es diene einem höheren Zweck. Wie zum Beispiel einem der vielen Götter, die sie verehren. Tausende Götter gibt es für die Menschen und für manche auch keinen einzigen. Im Sinne dieser unsichtbaren, stummen Götter führt die Menschheit Krieg um Krieg um zu zeigen, welcher Gott der Mächtigere sei. Doch die Ungläubigen, die ohne Gott und Götter haben auch ihren Glauben.
Sie glauben an die lückenlose Struktur und Ordnung ihrer Welt. Sie versuchen alles was ihnen begegnet zu erklären, zu ordnen und ihrem Willen zu unterwerfen. Alle Menschen tun das. Ihr ganzes Volk ist so eingebildet und von sich selbst überzeugt, dass sie sich sicher sind, sie seien die Herrscher ihrer Welt und jeder von ihnen glaubt das von sich selbst. Jedoch sind sie alle abhängig von ihren eigenen Schöpfungen. Sie haben diese gebaut um ihnen das Leben zu erleichtern und jetzt kommen sie nicht mehr ohne sie klar. Trotzdem zeigt dieser Empfindungsreichtum die sture Anpassungsfähigkeit der Menschen.
Es ist wirklich beeindruckend, wie sie in allen Umgebungen überleben können. Es leben Menschen in brüllender Hitze und in eisiger Kälte, einfach überall. Trotzdem ist es unglaublich wie eingeschränkt und kompliziert der Mensch ist.
Er mag zwar viele praktische Ideen haben, aber sollten sie mit anderen Menschen zusammentreffen, was durchaus häufiger vorkommt, setzt ihre Logik aus. Stattdessen übernehmen dann die Gefühle die Macht über das Handeln der Menschen. Gefühle sind seltsame Regungen und Empfindungen, die das menschliche Verhalten mit dem Ziel steuern, anderen Menschen zu gefallen, zumindest glaube ich das. Ich muss nämlich zugeben, dass ich nicht ganz den Sinn dieser Gefühle verstanden habe, aber generell halte ich sie für ausnahmslos unlogische Reaktionen auf andere Menschen, was seltsam ist, da der Mensch als Wesen über Logik und Gefühle zugleich verfügt, obwohl diese sich eigentlich widersprechen. Durch genannte Gefühle sind Menschen sehr beeinflussbar, da sie, wie gesagt, oft darauf abzielen, anderen zu gefallen. Dadurch gehen Menschen oft Aktionen nach, an denen sie eigentlich kein Gefallen finden. Außerdem beschäftigen sich die Menschen meiner Meinung nach viel zu viel mit Dingen, die es in der realen Welt nicht einmal gibt. Sie lesen zum Beispiel fiktive Schriften, beobachten gestellte Szenen, nur um vor dem wahren Leben zu fliehen. Sie sind Träumer, die lieber das Schöne als das Wahre sehen.
Alle Gefühle, diese Träumereien und ähnliche Aspekte des Menschen verbinden Viele mit der Beschaffenheit des Menschen. Eigentlich ist der Mensch ein komplizierter bio-chemischer Mechanismus, ein Haufen Materie, doch der Mensch hat eine besondere Energie inne. Eine Kraft, die ihn antreibt und leitet. Oft wird diese Kraft als Zentrum der Gefühle und das Gehirn des Menschen als Zentrum der Logik und der motorischen Fähigkeiten. Ich glaube, dass beides unzertrennlich miteinander verbunden ist, aber beweisen konnten das nicht mal unsere Wissenschaftler.
Von Nadine Budde und Yannik Fasel (Schuljahr 2010/11)